Spikes, Körperschall-Absorber und sauberes Ausschwingverhalten.

Ich beginne diesen Artikel mit meiner eigenen Frage aus dem Visaton-Forum.

Hallo,

ich wüsste gern mehr über dieses immer wieder aufkeimende Thema (Spikes, Körperschall-Absorber und sauberes Ausschwingverhalten); dabei geht es mir nicht wie sonst üblich um den Lautsprecher sondern um den Raum….und dessen Verhalten mit und ohne Absorber/Spikes.
Ich vermute dass sich eine geringere /Körperschall)anregung auch im Wasserfall wiederspeigeln müsste.
Was ich suche sind Untersuchungen oder ähnliches, und eine Methode Körperschall mit dem (Elektret)Mikro direkt am Fußboden zu messen.

Dauraufhin hat walwal eine kleine Untersuchung mit dem Messmikro gestartet…

Messungen

Frequenz
Auf Boden
nach hinten gekippt, etwa auf 2 cm Bodenfreiheit
50
27/28
28,6/28,9
70
36/32
31,1/30,1
90
57/53
35,1/34,5
110
102/95
40,2/39,6

Fazit: Bass wird beim Kippen leiser

Messungen

Frequenz
Auf Boden
mit 4 cm fester Platte darunter
50
26/26
28,3/28,3
70
29/30
29,2/29,5
90
43/42
32,7/32,5
110
103/102
40,3/40,2

Fazit: Höhere Position verringert den Basspegel minimal

Messungen

Frequenz
Auf 4 cm hohen Leisten
auf gleich dicker Platte
50
24/23
27,6/27,2
70
22/20
26,8/26,0
90
79/78
38,0/37,8
110
75/75
37,5/37,5

Fazit: Pegel mit Leisten minimal höher bei tieferen Frequenzen.

Endfazit dieser Messungen:
Jedenfalls verändert sich der Klangeindruck beim Einsatz von Spikes durch die höhere Position und eventuell durch die andere Schallwand. Um das klar zu machen: Mit Körperschall hat das nichts zu tun. Und die Effekte sind minimal.

Eine weitere Messreihe von walwal:

Ich habe ja noch den Beschleunigungsmesser von meinen Gehäusetests und habe folgende Messungen bei Testrauschen von Bass bis HT gemacht:

Alles auf Teppichboden:
Concorde, davor ein Holzbrett als Messbasis, darauf der Messkopf
2-4-7-6-16-5-1-walotronenr

Jetzt das Brett auf ein Kissen gelegt zur Entkopplung
7-8-9-8-16-4-1-

Im Tiefton minimale Unterschiede

Jetzt die Oberseite der Concorde (mit Bitumensandwich)
30-100-80-25-15-7-2

Das schwingt viel mehr! Also wenn man sich Sorgen um Körperschall macht, dann das Gehäuse verbessern. Und meines ist schon recht gut. 100 Walotronen sind 1 mV, also schwingt das Gehäuse um 0,0008 mm, das war etwa Zimmerlautstärke.

Aus dem Gehäusethread:
Was hast Du eigentlich wie bei der Vibration gemessen? Ist mir nicht klar. Und was sind das für Zahlenwerte in welcher Einheit?

Das sind Walotronen
Man kann sie auch mV/100 nennen. Hab ich nicht erwähnt, da es keinen Erkenntnisgewinn bringt. Aber zur Veranschaulichung: Ich hatte das Messchassis geeicht, 1 mm Hub entspricht 1,2 Volt.

Beispiel 2700 Walotron = 27 mV
27 mV/1200 mV*1 mm= 0,0225 mm Hub des Gehäuses als maximaler Wert.

Dann habe ich den Messkopf auf das Brett am Boden gelegt, Testtöne laufen lassen und die Concorde angehoben: KEIN Unterschied!

Also vergiss das mit dem Körperschall über den Boden.
Zumindest, wenn die Box auf Teppichboden steht. Mit Spikes kann es nur schlechter werden, weil dann die Gehäusevibrationen schön übertragen werden. Das ist alles Schnickschnack.

Quelle

Meine Antwort besagt, dass das nicht möglich ist (weil Du Luft- und Körperschall nicht sicher trennen kannst). DAS hat das direkt mit dem Thema zu tun.

Das Thema Spikes (= angeblich ANkoppelung), Gummifüsse (= angeblich ENTkoppelung) und massive Platte (= IMMER Sperrmasse) ist nicht allgemeingültig zu lösen, da die Spikes in der Regel weder eine deutlich besser ANkoppelung ermöglichen noch die Gummifüsse eine nennenswerte ABkoppelung hat man einen Mischmasch von Effekten wo in einem speziellen Fall mal die Spikes besser scheinen mal die Gummifüsse. Statt ANzukoppeln (= das Gehäuse ist bis > 1 kHz fest mit dem Untergrund verbunden) oder ABzukoppeln (= das Gehäuse ist ab 10 Hz losgelöst vom Untergrund) verSCHIEBT man den ÜBERGANG des Effekts der AN- bzw. ABkoppelung irgendwo in den Bereich 40 bis 120 Hz (also genau da, wo man ihn eigentlich nicht haben will weil er da schon voll wirken sollte), mixt das noch fröhlich mit ohnehin schon vorhandenen Raummoden und kommt dann zu einem nicht allgemeingültigen Ergebnis, über dass es nicht lohnt zu diskutieren da es ja für andere nicht nachvollziehbar ist (weil nicht allgemeingültig).

Das einzige, was IMMER eine Verbesserung im Sinne von geringerer Körperschallanregung des Bodens bringen MUSS ist eine schwere Platte (z.B. Gehwegplatte) zwischen LS und Boden. Wie die Schicht zwischen Boden und Platte bzw. Platte und LS aussehen muss kann wieder nicht allgemeingültig gesagt werden.

Man bedenke: damit wirklich eine Entkoppelung stattfindet müsste die Resonanzfrequenz des Lautsprechers auf den Gummifüssen DEUTLICH unterhalb der tiefsten Anregungsfrequenz liegen, also z.B. bei 5 Hz (denn eine deutliche Entkoppelung > 12 dB setzt je nach Dämpfung der Resonanzfrequenz erst 1 bis 2 Oktave höher ein). Wenn man den Lautsprecher dann 1cm nach hinten (bzw. in Schwingrichtung des Basslautsprechers) auslenken und dann loslassen würde müsste man das Ausklingen mit bloßen Auge beobachten können. DANN wäre es eine Entkoppelung. Da das nicht praxisgerecht ist (die Kiste würde dann ja auch sehr leicht umfallen) ist eine WIRKLICHE Entkopplung kaum realisierbar.

Quelle

Weitere Internetseiten zum Thema oder ähnlich:

Daempfung_und_Entkopplung

SPIKES oder elastische Untersätze für Lautsprecher?

Was tun gegen Gehäuse schwingungen?

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